„Tatort“: So war „Hardcore“ aus München

BR/Hagen Keller,

In der Schlussszene hält einer einen Hammer in der Hand, um das letzte Rohmaterial des Pornos zu zerstören, bei dem die Hauptdarstellerin zu Tode kam. Er kann nicht widerstehen, legt den Hammer wieder weg und schaut sich das Filmchen doch noch an.

Das war er also, der „Porno-Tatort“ aus München. Irgendwie doch ausgewogen, nur ein wenig schockierend, nur wenige Nackte und noch weniger Action mit Nackten. Dagegen die Aussage von Regisseur und Drehbuchautor Philip Koch in einer zuvor online publizierten Stellungnahme zu dem Film, wirkt allerdings am Verstörendsten: „Dieser „Tatort“ möchte eine Lanze für die Erotik-Industrie brechen: Ein falsches Vorurteil, vor allem aus feministischer Ecke, sei „das der Degradierung und Entwürdigung der Frau im Pornofilm“. Dem sei nicht so. Niemand in der Branche werde dazu gezwungen oder genötigt.

Wir sahen eine junge Frau, die wahrscheinlich aus Rebellion gegen die Eltern ihren Körper zum Gruppensex freigab. Eine andere, die inzwischen mit Mann und Kind im bürgerlichen Leben angekommen war, aber das Aufregende eines Pornodrehs vermisste. Produzenten, die in der Branche ums Überleben kämpften und männliche Porno-Darsteller, die offensichtlich Spaß hatten. So sehr gegen Vorurteile wurde da nicht gekämpft und es wirkte nicht so, als würde es den Damen sehr viel Spaß bringen. Das Ziel wurde offensichtlich verfehlt!

Verlässlich hielten sich Batic und Leitmayr die Stange und steuerten souverän durch Szenen mit Splitternackten, lautem Stöhnen und Fachsprache. Keine einzige Entgleisung leisteten sie sich und am Ende hatte Assistent Kalli seine erste Verhaftung durchgeführt !

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